| Die lustige Märchenstunde mit Onkel Bernd
Hallo Rotzer!!!
Ich will Euch heute wie versprochen die Geschichte erzählen, wie
Steffi Graf und Jens Haynk sich durch unseren Großvater kennen- und
lieben lernten und gemeinsam ein Kind namens Lars K. adoptierten.
Es war an einem sonnigen Mittwoch Vormittag, als sich Großvater
-naja nennen wir ihn heute mal Adalbert- entschloß, mit seinen Verwandten
zu einem Tennismatch zu pilgern. Er hatte gehört, daß es dort
eine Menge Spaß, viele lustige Typen und eine ganze Menge Alkohol
gab. (Ihr müßt wissen, daß an diesem Tag gerade Feiertag
war. Deshalb mußten die 48 Kinder, 1622 Enkel und 211316 Urenkel
nicht auf Arbeit bzw. in die Schule gehen. außerdem waren sie deswegen
so happy, daß sie sogar bereit waren, zu einem Match der damals total
unbekannten Steffi Graf zu gehen.
Auf dem Hinweg nach Wimmbelden, wo das Spiel stattfinden sollte, fragten
sie unterwegs alle möglichen Leute, ob sie vielleicht eine Tussie
namens Graf kennen würden. Aber alle Leute verneinten dies. Nach einem
Fußmarsch von etwa zwei Stunden und 34 Minuten kamen die Pilgerer
an eine Bockwurstbude. Darin stand ein schöner junger Mann und bot
seine Waren feil. Der Großvater ging zu ihm hin und fragte: "Na Kleiner,
wie heißt Du denn?". Der bildhübsche Mann entgegnete darauf:
"Bärbel" und schmunzelte dabei so lustig, daß Adalbert (also
unser Großvater) sich sofort sagte: 'Halt, da kann doch etwas nicht
stimmen!'. Und er hatte recht. Denn nachdem der kesse jugendliche Wurstverkäufer
das grübelnde Gesicht des Großvaters sah, offenbarte er sich.
"Entschuldigung, ich habe eben nur einen Scherz gemacht. Ich heiße
gar nicht Bärbel. Kann ja auch gar nicht sein, denn ich habe ja auch
gar keine Mumu. Mein Name ist Jens Haynk".
Als dies der Alte hörte, war er darüber so glücklich,
daß er sofort 212.986 Bockwürste bestellte. Der junge, gutaussehende,
schlanke und intelligente Mann namens Jens ging kurz in seine Bude, und
bereits nach 5 Minuten warren alle Enkel und Urenkel versorgt. Nur einer
stand am Ende traurig in seiner Ecke und hatte als Einziger keine Wurst
in seiner Hand - der Großvater. Er hatte in seiner Freude, endlich
den bekanntesten Wurstverkäufer der Welt Jens H. gesehen zu haben,
bei seiner Bestellung sich selbst vergessen.
Der ewig lächelnde Jensi (ich bin übrigens der einzige, der
ihn so nennen darf -der Verfasser-) ging fluchs in seine Bude und holte
noch eine Wurst heraus. Er sagte: "Die ist gratis!". Da konnte der Großvater
nicht mehr anders. Er schluchzte über soviel Nächstenliebe und
konnte gar nicht anders, als Jens zu fragen, ob er denn nicht Lust habe,
mit nach Wimmbelden zu einem Tennismatch zu kommen.
Daraufhin ging der sehr vornehm gekleidete J.H. entschlossen in seine
Wurstbude, zog sich fix ein anders Hemd an, das noch schöner war als
das vorfherige, und schloß die Bude hinter sich ab. Er ging gemeinsam
mit Adalbert der gesamten Meute von Enkeln und Urenkeln voran. Auf seinem
Weg in die wundersame Stadt namens Wimb (so wurde damals Wimmbelden von
seinen 25 Einwohnern genannt) mußte Jens gar viele Fragen über
sich ergehen lassen und viele seiner Abenteuer erzählen. Dabei wurde
allen die Zeit nicht lang.
Bereits nach zwei Wochen erreichte man Wimmbelden. Da wie gesagt keiner
die hier spielende Steffi Graf kannte, waren der Großvater und seine
Meute auch fast die einzigen, die sich das Spiel anschauen wollten. Sie
hatten Glück und bekamen 212.988 Plätze in der ersten Reihe.
Steffi spielte gegen die noch unbekanntere Horstensie von Kielpinski.
Als nun der smarte und gut gebaute Jens die auch nicht gerade häßliche
Steffi erblickte, verliebte er sich Hals über Kopf in sie. Er fragte,
da er etwas schüchtern war, unseren Adalbert, ob er es nicht einrichten
könne, ein Date (sprich Dejth) mit Steffi zu arrangieren. Dar Großvater
rief einen kleinen Jungen xu sich, schob ihm unauffällig 20 Drachmen
in die Hand und flüsterte ihm was ins Ohr. Der Junge verschwand und
kurze Zeit später erschien er mit Steffi an der Hand wieder und blieb
vor Jens stehen. Logischerweise verliebte sie sich innerhalb von Sekunden
-ach was sag ich, Millisekunden- in Jens. Das ging fast allen Frauen so.
Deshalb war Jens auch nicht besonders überrascht.
Mit einem coolen Unterton in der Stimme fragte er: "Na Kleine, Liebe
auf den ersten Blick, was? Aber nichts für Ungut, willst Du mit mir
schlafen?" Steffi rief empört, daß ihr das nun wirklich ein
wenig schnell ginge. Aber nach einigen kurzen Minuten waren sie miteinander
verschwunden. Tja, Jens wußte eben, wie man sowas macht. Was die
beiden jedoch nicht gemerkt hatten, war, daß ihnen der kleine Junge,
der das Treffen erst arrangiert hatte, gefolgt war.
Während die beiden nun am wilden Poppen waren, machte der kleine
Junge munter ein Foto nach dem anderen. (Also ich habe die Fotos gesehen;
Jens, die waren Spitze; wie Ihr so von hinten.....- aber wir wollen ja
hier mal nicht ausschweifen.) Als die beiden nach etwa 12 Stunden fertig
waren und sie sich angezogen hatten, stellte sich der Kleine vor sie hin
und hielt eine kurze Rede:
"Mein Name ist Lars K. und ich habe Euch beim Poppen fotografiert.
Glaubt ja nicht, daß mir das leichtgefallen ist. Ich mußte
die kamera immer nur mit einer Hand halten. Das ar sehr schwierig. Kann
sein, es sind auch einige Bilder verwackelt, so alle 5 Minuten eins. Aber
das werden wir ja sehen, wenn ich die Fotos vom Schlecker wierderhole.
Um was es mir eigentlich geht: Ich möchte gern Euer Kind sein und
in Eure gemeinsame Wohnung mit einziehen. Wenn ich das darf, verspreche
ich Euch, daß ich die Fotos allesamt vernichte."
Da überlegten Steffi und Jens nicht lange und adoptierten den
kleinen Lars. Der Großvater und sein Anhang zogen wieder zurück
in ihre Heimat und das glückliche Dreierpäärchen nam sich
eine Wohnung in der Nähe von Wimmbelden und zog dort ein. Dort lebten
sie glücklich und zufrieden bis an ihr Ende. Sie verbrachten noch
viele lustige Abende, und ab und zu soll es vorgekommen sein, daß
sie sich abendes vor dem Fernseher sinnlos volllaufen lassen haben
und dann einer von ihnen sein Essen nicht mehr in sich behalten konnte.
Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte
So Kinninigs. Das war wieder einmal die lustige Märchenstunde
mit Onkel Bernd. Und das nächste Mal erzähle ich Euch die Geschichte
vom Gewürzgurkenkrieg zwischen den Bewohnern der friedliebenden Stadt
Rothausen und den einfältigen kurzhaarigen Einwohnern von Brauntown.
So, und jetzt ab ins Nest.
|