
Halleluja! Tretet ein in die beste aller Welten, das Paradies auf Erden,
das Reich der Glückseligkeit, des sicheren Erfolges und der ewigen
Jugend! In diesem Wunderland mit immer blauem Himmel trübt kein saurer
regen das glänzende Grün der Blätter, nicht der kleinste
Pickel wölbt die babyrosa Haut der Mädchen, und niemals verunziert
ein Kratzer die spiegelblanken Karosserien der Autos...wie Aale schlängeln
sie sich durch die Staus der Großstädte, entgehen all den braungebrannten
Autoscheibenputzern an den Ampelkreuzungen und verirren sich niemals in
heruntergekommene Viertel, sondern gleiten geräuschlos zu geräumigen
Altbauwohnungen oder zu luxuriös Wochenendhäusern mit unbezahlbaren
Möbeln.
Dort erwarten sie Opapa und Omama - natürlich in Topform - inmitten
eines Blumenmeeres und zu den heiteren Klängen eines Violinenkonzertes.
Die Kinder hüpfen lachend um sie herum und sind außer sich vor
Freudedank Onkel Dittmeier und der lila Kuh. Sie weinen nicht mehr, bekommen
nie Läuse oder Scharlach und stecken nie die Finger in die Steckdose.
Ihre Mami - zwanzig Jahre alt, kein Gramm Zellulitis und ohne einen einzigen
Schwangerschaftsstreifen - wickelt singend die strammen Babypopos, die
niemals vollgeschissen sind, sondern wunderbar duften. Tja, und dann wischt
die hübsche blonde Fee, die sooo gut gebaut ist, tanzend die Fliesen
einer Küche, die jedem Großrestaurant Ehre machen würde.
Mit Hilfe eines Zauberpulvers verwandelt sie Berge von schmutziger Wäsche
in ordentliche Stapel neuer Kleidung. Und schließlich, oh Wunder!
- wird ihr regelblut hellblau und hinterläßt keine flecken mehr
in ihrem Schlüpfer. Blau, wie der Himmel, der durchs Fenster lächelt,
blau wie das Pipi ihres Babys, das nie in die Hose geht. Ein Refrain mit
Ohrwurmcharakter trällert: “Das Glück ist da!”
Lars